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Tauchausrüstung & Foto-Equipment: Das nutzen wir wirklich (und das kannst du dir sparen)

vor 3 Stunden
9 Min. Lesezeit

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Inhaltsverzeichnis:



Warum es diesen Artikel gibt

Wir sind Wiederholungstäter. Wir kaufen etwas, probieren es aus und stellen ein paar Reisen später fest, dass es im Koffer nur Platz weggenommen hat. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir hier, was wirklich bei uns mitkommt, wofür wir es nutzen und was du im Tauchshop leihen kannst. Du musst nicht alles besitzen. Fang mit dem an, was dir wichtig ist.


Unser Einsteiger-Start beim Equipmentkauf: 

Wenn du dir eigne Ausrüstung kaufen möchtest, macht aus unserer Sicht folgene Reihenfolge sinn: Maske, Regler, Boje, Flossen.

Bei der Kamera kommt es darauf an, was du vorhast, dazu unten mehr.



Tauchen

Wir haben beide die Scubapro Zoom Evo, mit Gläsern in unserer Sehstärke. Das Material der Gläser unterscheidet sich von dem der Standardgläser, und bei uns beschlägt nichts mehr. Wir sehen endlich, was unter Wasser los ist. Für Brillenträger ist das ein Gamechanger. Mit Kontaktlinsen brannten uns unter Wasser oft die Augen, und Reiben oder Linsenwechsel ist beim Tauchen leider keine Option. Bei der Sicht machen wir keine Kompromisse, deshalb kommt für uns keine Leihmaske mehr in Frage. Eine normale Maske gibt es im Shop meist inklusive. Masken mit Stärke bekommst du dagegen nur in den seltensten Fällen, und wenn, dann nicht in jeder Stärke.

→ Maske: Wer es hübsch mag, kann ein passendes Maskenband dazukaufen. Das ist eher Optik und ein bisschen Komfort beim Überziehen. Das Standardband tut es genauso.




Atemregler: Apeks XL4

Beim Regler sind wir empfindlich. Vor ein paar Jahren haben wir uns den Apeks XL4 geholt und sind sehr zufrieden. Die Luft strömt sanft und gleichmäßig, er ist top ausbalanciert, und er sieht gut aus. Für uns gibt es hier keine Kompromisse, und wir können uns nicht mehr vorstellen, mit Leihreglern zu tauchen.→ Regler: [Link folgt]Ersatzmundstücke haben wir immer dabei. Sie sind Verschleißteile und werden regelmäßig getauscht. Die hier sind klein und liegen gut im Mund.→ Mundstücke: https://link.amazon/B0fzUkcteAuf Reisen verstauen wir den Regler in einer eigenen Tasche.→ Regler-Tasche: https://link.amazon/B05CBJZjH



Flossen: Scubapro Seawing Nova

Bei Flossen scheiden sich die Geister. Es kommt darauf an, wo du tauchst, wie du tauchst und was dir liegt. Wir haben beide die Seawing Nova, Iris in Pink, Chris in Schwarz. Sie haben leichten Auftrieb und einen federnden Kick. In ruhigem Wasser flitzt du damit schnell und wendig. Wenn bei dir als Anfänger die Beine noch durchhängen, können sie helfen, besser zu tarieren.Bei starker Strömung herrscht Uneinigkeit: Iris liebt sie auch dann, Chris nicht. Er liebäugelt mit Jetfins, hat sich aber noch nicht durchgerungen, weil das Gewicht für uns eine große Rolle spielt. Genau das und die Empfehlung von Freunden waren damals unsere Kaufgründe. Zum Schnorcheln sind sie dafür nicht ideal: In Bauchlage an der Oberfläche ist der Auftrieb beim Kicken so stark, dass die Kraft an der Wasseroberfläche verpufft. Flossen kannst du im Shop leihen, sie sind dort meist etwas einfacher.



Anzug, Rashguard und Chris' Tec-Hose

Iris hat einen zweiteiligen Anzug von Sharkskin. Chris leiht seinen immer aus, weil im Flugzeug Platz und Gewicht knapp sind. Anzüge gibt es in jedem Shop zu leihen.Ohne diese beiden Dinge fahren wir nicht los: ein Mares-Ultra-Skin-Oberteil für kälteres Wasser und ein Rashguard von Scubapro. Der Rashguard ist Sonnenschutz oder Schicht unter dem Anzug. Er sollte langärmlig sein, damit er vor Nesseln und Sonnenbrand schützt. Er darf auf keiner Reise fehlen. Chris schleppt immer viele Lampen und Zubehör mit sich und sieht damit unter Wasser aus wie ein Weihnachtsbaum. Deshalb hat er sich statt eines ganzen Anzugs eine Tec-Hose von OMS gekauft: viele Taschen, viele Ösen, genau richtig für Lampen und Kleinteile. Er liebt sie.



Tauchcomputer: Cressi Leonardo und Garmin Descent Mk3

Wir haben mit etwas Einfachem angefangen. Der Cressi Leonardo ist erschwinglich, zuverlässig und tut, was er soll. Wenn du keine technischen Ansprüche hast, bist du damit gut bedient.

Dann kam unsere Garmin-Leidenschaft. Wir tragen die Uhren auch im Gym, beim Schwimmen und in den Bergen. Die Descent-Mk3-Reihe ist ein High-End-Gerät. Mit der Garmin-Dive-App loggt sich dein Tauchgang automatisch, und das Papierlogbuch wird theoretisch überflüssig. Die Bedienung ist einfach, und wenn du dich weiterqualifizieren willst, gibt es viele Einstellungen, etwa für verschiedene Gase und Berechnungsalgorithmen. Je nach Modell kannst du sogar Tanks überwachen. Das schlägt sich aber im Preis nieder.


Computer gehören bei vielen Tauchshops zum Standard und können mitgeliehen werden, teils gegen Aufpreis.



Boje (SMB)

Eine Boje ist für uns Sicherheitsausrüstung. Selbst bei einfachen Tauchgängen hat mindestens einer von uns eine dabei. Das Aufblasen sollte regelmäßig geübt werden und spätestens ab dem Advanced Open Water sitzen. Du weißt vorher nie, wann du sie brauchst. Wichtig ist, dass man dich sehen kann: Größer ist besser, und die Farbe sollte kräftig sein. Wir haben uns für Pink entschieden. SMBs kann man in der Regel nicht ausleihen.



Fotografieren und Filmen


Action-Cam: GoPro (und DJI)

Wir haben mit einer GoPro angefangen. Bei Freunden sehen wir, dass auch DJI sehr gute Aufnahmen macht. Es gibt inzwischen gute GoPro-Bundles mit mehreren Akkus. Denk daran: Auf dem Boot oder zwischen den Tauchgängen kannst du meist nicht laden. Pack lieber einen Akku zu viel ein. Wir wechseln ihn meist in der Oberflächenpause, damit die Kamera beim nächsten Tauchgang nicht schlappmacht.

Kauf unbedingt das passende Tauchgehäuse. Auch wenn viele Geräte bis zu einer gewissen Tiefe wasserdicht sind, solltest du sie nicht ohne Gehäuse ins Salzwasser halten. Das macht dich garantiert nicht glücklich.



Kamera: Olympus TG-6 (und TG-7)

Wir haben beide die Olympus TG-6. Zwischen TG-6 und TG-7 ist der Sprung aus unserer Sicht klein, und die TG-6 war etwas günstiger. Sie hat von Haus aus Unterwasser- und Makromodi, die du als Einsteiger sofort ausprobieren kannst. Die ersten Bilder sind vielleicht nicht fürs Fotowettbewerb-Regal, aber schon richtig gut. Mit Übung und passendem Zubehör nutzt du die Voreinstellungen irgendwann kaum noch. Ein bisschen Grundlagen und Einstellungen solltest du dir aber anschauen. Auch an Land und im Alltag macht sie Spaß. Die TG-6 gibt es bei vielen Anbietern allerdings nicht mehr.Das Original-Gehäuse von Olympus passt für beide Kameras. Wir empfehlen das Original: Bei Freunden sind Drittanbieter-Gehäuse nach kurzer Zeit undicht geworden, und das ärgert einen im Tauchurlaub.



Licht

Beim Licht wird es kompliziert, und es hängt davon ab, was du vorhast. Wir haben mehrere Lampen dabei und entscheiden oft erst unter Wasser, welche wir nehmen. So viel Entscheidungsfreude hat man selten.

  • Einsteiger: Die Orca Torch D530V mit Snoot ist für Video und Foto gedacht, das Snoot für Makro. Perfekt, wenn du dich nicht entscheiden kannst, dafür aber mit Kompromissen.


     → Orca Torch Bundle: https://link.amazon/B02Hz0H41

  • Foto: Für bessere Ergebnisse führt früher oder später kein Weg an einem Blitz vorbei. Wir nutzen den Backscatter Miniflash 2: kompakt, und mit einem zweiten Blitz lässt er sich remote steuern. Er braucht etwas Übung. Der Miniflash 3 reizt uns, wir haben ihn aber noch nicht und überlegen, ihn zu kaufen, weil der Miniflash 2 uns schon so überzeugt.


     → Miniflash 2: [Link folgt]

  • Video: Das Backscatter MW-4300 hat 4300 Lumen. Wir haben es anfangs sogar für Makro genutzt, bevor wir einen Blitz hatten. Beide Backscatter-Geräte gibt es mit einem Optical Snoot, das auf beide passt. Das ist keine leichte Investitionsentscheidung, wir wissen, dass es viel Geld kostet.


     → MW-4300: [Link folgt]

  • Nachttauchgänge: Wir sind Fans der APLOS AP01 mit 1050 Lumen. Sie ist leicht, hat einen guten Akku und eignet sich tagsüber auch für kleine Gegenstände oder Höhlen. Sie lohnt sich, wenn du regelmäßig tauchst oder verrückt nach Makro bist. Normale Taschenlampen kannst du im Shop leihen, teils gegen Gebühr.


     → AP01: https://link.amazon/B0caIdWXB



Makro-Zubehör und Kleinkram


Das wichtigste Zubehör ist der Snoot. Dazu sind wir Fans von Muck Sticks. Wir haben uns für den Remote Lighting Muck Stick entschieden. Er hat einen Kugelaufsatz, an dem du Lampe oder Blitz montieren kannst, er hilft dir in der Strömung, die Position zu halten, und dient nebenbei als Zeigestab. Für uns unverzichtbar, aber nur sinnvoll, wenn du viel Ausrüstung mit dir führst.

→ Muck Stick: [Link folgt]



Tauchstativ: 

Wenn du Kamera und erste Lampen hast, empfehlen wir ein Stativ. Das Nitescuba NS10 ist kompakt und stabil und hat Entwicklungspotenzial auch für andere Kameras. Für ganz kleine Hände ist das Gehäuse allerdings schwierig zu halten.



Kugelklemmen und Verlängerungsarme: 

Damit verbindest du Lampen und Kamera. Chris kommt mit 12 cm langen Armen gut zurecht.

→ Verlängerungsarme: https://link.amazon/B0geN8drf



Schwimmkörper: 

Mit dem ganzen Zubehör wird das Setup schwer, und den Trim zu halten kostet Kraft. Schwimmkörper helfen, und wir können sie je nach Setup erweitern.

→ Schwimmkörper: https://link.amazon/B0h6fAkJ6



Lanyard: 

Mit einer Kordel lässt sich das Setup gut tragen, und beim Übergeben ins Boot greift niemand an Arme und Technik, sondern an die Kordel.



Spiralseil: 

Damit befestigst du Kamera und Zubehör an der Tarierjacke, damit deine wertvolle Technik nicht verloren geht.



Kleinkram, der auf jede Reise mitkommt:



Was du dir sparen oder leihen kannst


In vielen Tauchshops kannst du Flossen, Anzug, einfache Computer und Taschenlampen leihen. Das ist ein guter Start. Bei Maske und Boje haben wir nicht gespart, beim Regler auch nicht.

Und hier kommen unsere Fehlkäufe. Wir sind schnell von der GoPro auf die TG-6 gewechselt, hatten aber vorher viel in GoPro-Zubehör investiert. Das hätten wir uns sparen können. Auch Rotfilter werden gern beworben. Spar dir das Geld. Der Rotstich auf den Bildern sah bei uns schrecklich aus, und der Filter passt nur für einen schmalen Tiefenbereich. Wenn du ein bisschen zu tief oder zu flach bist, wirkt er nicht mehr. Besser: eine Lampe, die dem Bild Licht gibt, damit die natürlichen Farben leuchten können. Wir haben außerdem viele Lampen ausprobiert und etliche enttäuschend gefunden. Auch Schwarzlicht hatte unter Wasser nie den erhofften Effekt.


Häufige Fragen zu Tauchausrüstung und Unterwasser-Equipment


Kann man Tauchausrüstung im Tauchshop leihen?

Ja, vieles. Flossen, Anzüge, einfache Tauchcomputer und Taschenlampen bekommst du in vielen Shops zum Leihen, teils gegen Aufpreis. Das ist ein guter Start, wenn du erst mal herausfinden willst, was dir liegt. Bei Boje und Maske mit Sehstärke wird es dagegen schwierig. Das kaufst du dir am Besten selbst, wenn du weißt dass du regelmäßig tauchen möchtest.

Zwingend nicht, eine normale Maske gibt es im Shop meist inklusive. Wir haben uns trotzdem beide eine eigene gekauft, weil uns gute Sicht wichtig ist. Eine Maske, die richtig passt und nicht beschlägt, macht den Tauchgang deutlich entspannter. Für uns war es außerdem Entscheidend eine Maske mit Sehstärke zu haben.

Es gibt sie, und für Brillenträger sind sie ein großer Gewinn. Zum Ausleihen findest du sie nur in den seltensten Fällen, und dann meist nicht in jeder Stärke. Wir haben uns Gläser in unserer Sehstärke einsetzen lassen. Mit Kontaktlinsen hatten wir unter Wasser oft brennende Augen, und Reiben oder Linsenwechsel geht beim Tauchen nicht.

In der Regel nicht. Wir haben aber immer mindestens eine dabei, weil sie für uns zur Sicherheitsausrüstung gehört. Wichtig ist, dass du das Aufblasen regelmäßig übst, spätestens ab dem Advanced Open Water.

Wir würden in dieser Reihenfolge investieren: Maske, Atemregler, Boje, Flossen. Alles Weitere kannst du erst mal leihen oder später ergänzen. Bei der Kamera kommt es darauf an, was du fotografieren willst. Achte aber bitte darauf, dass du dich zunächst aufs Tauchen konzentierst. Nur ein guter Taucher kann auch gute Fotos machen. Dein Kameraequipment lenkt dich sonst vom tauchen ab und du machst Fehler.

Das hängt von dir ab. Die Seawing Nova sind leichter, haben einen federnden Kick und sind in ruhigem Wasser schnell und wendig. In starker Strömung gehen unsere Meinungen auseinander: Iris liebt sie, Chris liebäugelt mit Jetfins. Zum Schnorcheln eignen sich die Seawing Nova bei uns nicht besonders, weil der Auftrieb in Bauchlage so stark ist, dass die Kraft an der Oberfläche verpufft.


Für größere Motive wie Fischschwärme, Muränen oder Walhaie reicht sie bei gutem Setup völlig aus. Bei allem, was kleiner ist als ein Golf- oder Tennisball, wird es schwierig. Wenn du fotografieren willst, würden wir heute (Chris) auf die Action-Cam verzichten und das Geld direkt in eine TG-7 stecken. Wir haben viel Geld in GoPro-Zubehör gesteckt, das wir uns hätten sparen können.

Der technische Sprung zwischen beiden ist aus unserer Sicht nicht groß. Wir haben die TG-6, weil sie etwas günstiger war, sie ist aber bei vielen Anbietern nicht mehr erhältlich. Wenn du heute einsteigst, würden wir direkt zur TG-7 greifen. Das Original-Gehäuse von Olympus passt unseres Wissens für beide Kameras, und wir empfehlen, kein Drittanbieter-Gehäuse zu nehmen: Bei Freunden sind günstige Gehäuse nach kurzer Zeit undicht geworden.

Das hängt davon ab, was du machst. Zum Einsteigen reicht eine Lampe mit Snoot für Makro, etwa die Orca Torch D530V. Für Videos brauchst du ein starkes Licht mit breitem Strahl. Wenn du bessere Fotos willst, führt irgendwann kein Weg an einem Blitz vorbei, weil er mehr Helligkeit ins Bild bringt als eine Lampe.

Wir haben mit dem Cressi Leonardo angefangen. Er ist erschwinglich, zuverlässig und tut, was er soll. Wenn du dich später weiterqualifizieren willst oder gern mit Uhren spielst, ist die Garmin Descent Mk3 ein High-End-Gerät, das sich aber auch im Preis bemerkbar macht. Einfache Computer kannst du in vielen Shops mitleihen.

In der Regel nicht. Nimm deshalb genug Ersatzakkus mit, vor allem für Action-Cam und Kamera. Wir wechseln die Akkus meist in der Oberflächenpause, damit die Geräte beim nächsten Tauchgang nicht schlappmachen.



Unser Fazit


Zum Tauchen: 

Wenn du Einsteiger bist, würden wir in dieser Reihenfolge investieren: Brille, Regler, Boje, Flossen.

Zur Kamera: 

Es kommt darauf an, was du machen willst. Aus heutiger Sicht würden wir auf die Action-Cam verzichten und das Geld direkt in eine TG-7 investieren.

Alle Produkte hier nutzen wir selbst, und deshalb können wir sie dir ans Herz legen. Du brauchst nicht alles auf einmal, wir haben ja auch Jahre dafür gebraucht (und einiges Lehrgeld bezahlt).


Stand 07.10.2026

 
 
 

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